Rehkitzrettung
Rehkitzrettung mit der Wärmebildkamera

Am Samstag, 05.06.2021, 4.00 Uhr, trafen wir uns mit Wolfgang Schuster von der Initiative Rehkitzrettung Graben-Neudorf. Am Vortag informierte uns der Landwirt über die geplante Mahd. Kurzfristig sagte Wolfgang zu, uns bei der Kontrolle der Wiesen auf abgelegte Rehkitze zu unterstützen. Per Email übermittelteten wir die Koordinaten der Wiesen. Aus diesen Daten erstellte Wolfang den Flugplan für die Drohne, die dann die Flächen abflog. Wir waren sehr erleichtert, dass keine Kitze in den Wiesen waren. Vielen Dank an den ehrenamtlichen Helfer!
Leider wird immer wieder von Jagdkritikern verbreitet, dass Jäger Kitze nur retten, um sie als ausgewachsene Rehe erlegen zu können. Dieser Vorwurf schmerzt! Jäger retten Kitze vor allem, um ihnen qualvollen Tod zu ersparen. Dies tun wir auch im Rahmen unseres Hegeverständnisses. Sicher erlegen wir während der Jagdzeiten auch Rehe. Dies aber in tierschutzgerechter Jagdausübung, um sie dann als Wildbret zu verwerten. Eine Verwertung der "vermähten" Kitze ist unmöglich. Der Mähtod dieser Jungtiere ist also nicht nur qualvoll, sondern somit auch völlig sinnlos.

Am Sonntag haben wir gemeinsam Müll entlang der Kreisstraße K3525 und dem Radweg Hambrücken nach Graben-Neudorf gesammelt – eine simple Aktion mit großer Wirkung. Müllreste in der Natur belasten Tiere direkt (Gefahr durch Verheddern, Fressen von Müll), beeinträchtigen die Lebensräume von Pflanzen und Wildtieren und stören Ökosysteme insgesamt. Wenn wir wilde Abfälle entfernen, schaffen wir sichere Lebensräume, in denen Tiere sich ungestört bewegen und leben können. Für Tiere bedeutet das weniger Verletzungsrisiko und weniger Verwechslungen von essbaren mit gefährlichen Müllteilen. Für Pflanzen schafft der Wegfall von Müll und Schadstoffen bessere Wachstumsbedingungen, weniger Lichtblockade unter Laub- oder Rasenabschnittsdecken und eine insgesamt gesündere, artenreichere Vegetation. Für Menschen ergibt sich ein Lern- und Gemeinschaftserlebnis: Wir übernehmen Verantwortung, fördern Respekt vor der Natur, verbessern das ästhetische Erscheinungsbild unserer Umgebung und stärken das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Gleichzeitig zeigt eine organisierte Aktion, wie jagdliche Verantwortung in der Praxis aussieht: Als Jägerinnen und Jäger tragen wir zur Schutzfunktion der Natur bei, unterstützen ein gesundes Gleichgewicht von Tier- und Pflanzenwelt und fördern eine sichere, lebenswerte Umwelt für alle. Solche Aktionen bauen Vertrauen in die Gemeinschaft auf und inspirieren andere, ähnliche Schritte zu machen.

Wir gratulieren von Herzen und freuen uns, dass wir gemeinsam mit Euch lernen durften. Ihr habt Anschüsse, Pflanzen und Aufbrüche bestimmt, geschossen, Wildtiere angesprochen, aufgebrochen, Waffen gehandhabt, Rechtstexte gewälzt, Drückjagden besucht und vieles mehr. Es hat uns großen Spaß gemacht, Euch auf diesem Weg zu begleiten! Von 21 vorgestellten Prüflingen konnten 19 alle drei Prüfungsteile erfolgreich absolvieren. Leider erkrankte ein Prüfling vor der mündlich-praktischen Prüfung, hatte jedoch bereits das Schießen und die schriftliche Prüfung erfolgreich bestanden. Ein weiterer Prüfling muss lediglich die mündlich-praktische Prüfung noch einmal durchlaufen. Insgesamt war der Herbst-Winterkurs 2024/25 der Badischen Jägerschmiede ein voller Erfolg! Wir sind stolz auf Euch und wünschen Euch alles Gute für die Zukunft als Jäger! Eure Ausbilder Günter & Susanne

Am 24. Dezember 2024 spendeten wir dem Tierheim Bruchsal zum 3. Mal hintereinander Hundefutter, Kauartikel und eine Geldspende. In diesen schwierigen Zeiten war uns das als Hundeliebhaber ein Anliegen. Wir hoffen sehr, dass das Tierleid damit ein wenig gelindert werden kann. Günter & Susanne Krempel von der Badischen Jägerschmiede







